An alle FriedensarbeiterInnen,
die schwierigste Arbeit, die es zu tun gibt für Personen, die sich der globalen Friedensarbeit widmen, ist wieder und wieder die Arbeit an sich selbst.
Du kannst in der Welt nur verändern, was du bereit bist, in dir selbst zu verändern. Wie oft am Tag sind wir in den dualistischen Mustern verfangen, geben den anderen bewusst oder unbewusst die Schuld für unsere Schwierigkeiten. Wir spüren, dass es eine gewaltige Transformation sein wird und muss, die uns dem ersehnten Frieden näher bringt. Zunächst ist diese Erkenntnis vielleicht nicht die angenehmste, lieber schieben wir die Schuld auf Konzerne, Regierungen, Religionen, den Ehemann oder die Geliebte, auf diese oder jene Weltanschauung.
Wenn wir den folgenden Krafttext lesen, berührt mich dieser vor allem, wenn ich weiß, vor welchem Hintergrund er geschrieben ist. Er stammt von Satprem aus dem Buch "Der kommende Atem".
Er entdeckte eine gewaltige innere Freiheit und er hat diese Entdeckung im KZ Buchenwald gemacht. Diese Entdeckung schenkte ihm von nun an eine unbändige Kraft des Überlebens.
Er entdeckte die Wahrheit des Lebens jenseits aller Moral und Weltanschauung. Möge dieser Krafttext uns Inspiration geben und uns helfen, unsere Mauern eines selbstgebauten Käfigs zu durchdringen und die Freiheit des Lebens erkennen.
Krafttext:
Satprem; Der kommende Atem
...
Ja, ich stieß plötzlich auf eine ausserordentliche Freude. Plötzlich stand ich wie über all dem, ich würde fast sagen, "lachend".
Als tauchte ich plötzlich aus dieser Verwüstung an einem Ort auf, der ... "königlich" war. Ich war nicht mehr Gefangener, ich wurde nicht mehr angegriffen... Ich stand darüber und betrachtete all das ... fast mit einem Lachen.
...
Auf einmal tauchte ich in etwas ungeheuer Starkem und Reinem auf - stark, verstehen sie. STARK: nichts mehr konnte mich berühren....
Eine Kraft- eine Kraft, verstehen Sie. Etwas, das mich plötzlich wie unverwundbar machte. Nichts mehr hatte Macht über mich. Das war der erste Kontakt mit der Wahrheit, mit dem, was man ist- das, was jeder Mensch ist.
Wenn man diesen Anfang des Seins berührt, berührt man das, was überall zugegen ist. In anderen Menschen, in der Pflanze oder im Tier, man berührt das eigentliche Wesen der Welt. Und das eigentliche Wesen der Welt ist etwas Volles, Mächtiges, "Königliches".
Kraftsatz:
Du kannst in der Welt nur verändern, was du bereit bist, in dir selbst zu verändern.
Mit herzlichen Grüßen
Sabine Lichtenfels