An alle FriedensarbeiterInnen,
in diesem Jahr wird unsere Pilgerschaft in ein Sponsorentreffen in Tamera für den Aufbau von Pilotmodellen weltweit münden. In Tamera laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Parallel gibt die Natur ihre schönsten Zeichen der Freude an der Kooperation. Gerade gestern wurden wir Zeuge, wie eine unserer Wildschildkröten aus unserem "braunen Teich", ein Biotop für Schildkröten und andere Tiere, den Kontakt zu uns Menschen suchte. Wir waren eine Gruppe von acht Personen. Etwa 15 Minuten umkreiste mich die Schildkröte, spielte mit mir, stupste mich leicht an, tauchte unter, reckte ihren Kopf wieder neugierig an die Oberfläche und kam mit mir bis zum Ufer. Für mich ist die Schildkröte auch eine Erinnerung an den Ursprung matriarchaler Kulturen. In vielen Schöpfungsmythologien taucht die Schildkröte auf. In einem Aufsatz über die Bewegung für eine freie Erde brachte ich einmal den Vergleich von der Friedensbewegung mit der Schildkröte.
Es ist manchmal wie ein Wettlauf mit der Zeit, wenn wir uns auf andere gesellschaftliche Modelle besinnen. Wird es gelingen ein Feld zu setzen für den Aufbau autarker Gemeinschaftsmodelle oder wird der Zentralismus sich weiter durchsetzen, wo in riesigen Megasystemen die Wüste mit Solarpanelen bespannt wird, um Strom für Europa zu sichern?
Wird es gelingen, die Anstöße zum Umdenken so kraftvoll aufzubauen, dass man eine bessere und erfüllendere Lebensform in dezentralen Modellen entdeckt, die wahrhaft auf Kooperation mit allen Wesen basieren? Die Schildkröte mahnt uns, dass wir uns nicht mit den schnelllebigen Wettbewerbsmethoden der Zeit messen dürfen. Der Wechsel will ganz vollzogen werden.
Bis zum Herbst soll hier ein erstes Testfeld entwickelt werden, dass es für zukunftsorientierte Sponsoren so einsichtig und attraktiv erscheint, dass sie sich motiviert fühlen, in derartige Modelle und den Aufbau entsprechender Modelle an verschiedenen Stützpunkten der Erde zu investieren. Alle die mit pilgern wollen, sind schon jetzt eingeladen mitzudenken, wir pilgern für den Aufbau von Friedensmodellen. Wie können wir uns alle daran beteiligen mögliche Investoren mit den Gedanken so vertraut zu machen, dass sie sich motiviert fühlen, Gelder in eine neue Richtung zu bewegen.
So dass wir gemeinsam daran mitwirken können in eine bessere Zukunft zu investieren, für unsere Kinder und die sieben Generationen die nach uns kommen.
Der heutige Krafttext ist ein Auszug aus einem Vortrag von Sabine Lichtenfels über die Bewegung für eine freie Erde, veröffentlicht in der Studienreihe, Tamera Band 4, Ring der Kraft.
Krafttext:
Vortrag Bewegung für eine freie Erde, Tamera 2002 - Auszug
(…)
Man könnte den Eindruck haben, dass die Friedensbewegung, vergleichbar mit einer Schildkröte, einen Wettlauf mit einer Kriegsrakete begonnen hat, deren Ziel es ist, den Globus nur noch für wenige bewohnbar zu machen und alle anders denkenden und „störenden“ Kräfte auszuschalten. Dieses globale System ist bereits voll vernetzt. Regierungen, Banken und Konzerne reichen sich weltweit die Hand, um aus wirtschaftlichem Interesse Feindbilder aufzubauen und neue Kriege zu planen, die man dann zum Beispiel unter dem Stichwort „Kampf gegen den Terror“ einer uninformierten Öffentlichkeit „verkaufen“ kann. Wenn man das alles sieht, wenn man sieht, wie überall bewusst Panik geschürt wird, um das Gefühl der Ohnmacht zu verstärken, wächst zunächst die Resignation. Es ist klar, dass die Schildkröte auf der Ebene des Wettlaufs keine Chance hat. Ich wähle bewusst dieses zunächst im Vergleich vollkommen absurd erscheinende Bild, weil es auch ein mythologisches Bild ist, denn die Schildkröte stand und steht in vielen Kulturen symbolisch für Mutter Erde und für die matriarchale Kulturen. Wenn sie wirklich schneller ans Ziel kommen möchte, wenn sie den Globus retten und für alle Wesen bewohnbar und zur Heimat machen möchte, dann muss sie sich auf Lebensquellen und Intelligenzen besinnen, die der Rakete nicht zu eigen sind. Sie muss sich ein vollkommen anderes Wissen erschließen, das dem System der Gewalt nicht zugänglich ist. Und dieses Wissen liegt in den universellen Kräften des Lebens selbst. Es sind die Überlebenskräfte und Heilungskräfte des Universums. Es ist die in allen Wesen existierende „Heilige Matrix“, die wir studieren und uns zunutze machen müssen, wenn wir den Wettlauf gewinnen möchten.
(...)
Kraftsatz: Der Wechsel will ganz vollzogen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine Lichtenfels