Sabine Lichtenfels - im Namen von Grace

Sabine Lichtenfels - Spirituelle Arbeit

Ring der Kraft 1. Februar 2010

// Wir alle kommen aus dem Licht und sind aus Licht gemacht.

An alle FriedensarbeiterInnen,

Je länger und intensiver wir in Tamera die Zusammenhänge zwischen Mensch und Welt studieren, desto deutlicher wird der holistische Aufbau der Wirklichkeit.

Es ist immer wieder faszinierend, in sich selbst den göttlichen "Ich-Kern" zu entdecken, der im Innern genauso ein tiefes Wunder und Geheimnis birgt wie im Äußeren der Welt.

Wie, wenn das ganze Geheimnis des globalen Friedens darin besteht, dass wir es lernen, den inneren Schalter ganz zu erkennen, der uns befähigt, in die göttlichen Zusammenhänge des Lebens "zurückzukehren"?

Jeder Tag wird zu einem neuen Abenteuer des Bewusstseins, wenn wir uns selbst immer mehr in diesem ganzheitlichen Licht erkennen und unsere Handlungen und Entscheidungen daran messen.

Dieter Duhm hat einen neuen Text geschrieben zu diesen Themenzusammenhängen mit dem Titel "Vision der Seele", aus dem wir für diese Woche zitieren. Möge er Kraft geben für die kommende Woche.  

Krafttext: Vision der Seele

von Dieter Duhm

Wir alle kommen aus dem Licht und sind aus Licht gemacht. Im Lichtzentrum der Welt sehen wir die Zusammengehörigkeit aller Wesen. Der Weg der globalen Heilung könnte darin bestehen, uns - unsere Gedanken, unsere Leiber, unsere Wohnsysteme - wieder mit dem Licht zu verbinden. Dafür müssen Lebensformen entwickelt werden, in denen tiefes Vertrauen entstehen kann. Das Licht geht durch den Kanal des Vertrauens. Vertrauen zwischen Menschen, Vertrauen zwischen den Geschlechtern, Vertrauen zwischen Mensch und Tier und allen Wesen der Natur, Vertrauen und Geborgenheit in der Welt. - Die Arbeit ist nicht leicht, denn wir alle kommen aus einer mehrtausendjährigen Geschichte von Krieg, Gewalt, Vertreibung. Diese Geschichte liegt heute wie ein traumatischer Film über der Erde. Ein kollektiver Schatten von Angst und Unglauben liegt in der Seele der derzeitigen Menschheit. Um das Hologramm der Angst und Gewalt in ein Hologramm der Liebe zu verwandeln, arbeiten wir seit vielen Jahren an Lebensformen, in denen Vertrauen und Solidarität kollektiv erfahren werden können.

Die heute gängigen Zukunftsvisionen befassen sich mit materiellen Themen und übergehen die inneren. Das Marsprojekt, an dem ca. 4000 Wissenschaftler und Ingenieure arbeiten, zeugt von gigantischen technischen Visionen und Möglichkeiten. Aber was wäre, wenn es gelänge? Die Menschen würden ihren Liebeskummer, ihre Angst und ihre Kriegsgedanken auf den Mars exportieren. Die dort aufgebaute Zivilisation würde wahrscheinlich bald so schlimm aussehen wie die auf der Erde. Utopische Entwürfe dieser Art ignorieren den inneren Kern des Problems. Wir leiden nicht an zu wenig Technik, sondern an einem weltweiten Verlust von Vertrauen und seelischer Heimat. Die Menschheit hat ihren Anker verloren. Kaum ein Liebespaar kann die Freude bewahren, mit der es sich einmal begegnet ist. An zerstörter Liebe sterben täglich mehr Menschen als an Autounfällen. Vom Schicksal der Kinder ganz zu schweigen. Wo keine Liebe empfangen wird, entsteht Gewalt. Der weltweite Krieg resultiert aus den inneren Konfliktfeldern der Menschen. Das zentrale Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung zwischen Menschen.

Wenn wir realistische Friedenspläne entwickeln wollen, müssen wir die Innensteuerung aller irdischen Vorgänge ins Auge fassen. Was außen geschieht, kommt aus einem Inneren. Das hat erhebliche Folgen für unsere eigene Innenarbeit: was wir im Äußeren heilen wollen, muß im (eigenen) Inneren geheilt werden. Die konkrete Utopie ist eine Utopie der Seele. Wenn wir das Seelenbild der Liebe in unseren Freunden und in uns selbst sehen können, dann nähern wir uns einer Vision für die ganze Menschheit. Wir sind getragen von einem neuen Energiestrom, welcher heute die globale Transformation vorbereitet. Die Umwälzungen der kommenden Zeit basieren auf einer Transformation des archetypischen Untergrundes in der kollektiven Seele der Menschheit. Die archetypischen Bilder von Angst und Gericht, von Dunkelmächten und strafenden Göttern, welche die Epoche der Gewalt in der Menschheit hinterlassen hat, wandeln sich in archetypische Bilder von Einheit, Versöhnung und Solidarität. Wir erkennen heute eine neu entstehende planetarische Gemeinschaft, die von diesen neuen Seelenbildern getragen ist. In diesem Zusammenhang grüße ich unsere Freunde in der Friedensgemeinde San José de Apartadó (Kolumbien) und Sao Paulo, in Lissabon und Leipzig, in Arawaka (New Mexico) und Tent of Nations (Westbank), in Bethlehem, in Tibet, Dharamsala und Tilonia (Indien). Ich grüße dich, Vasu, und deine Gemeinschaft in Tilonia, wir senden dir Liebe und Gesundheit. Wir grüßen euch alle in dem Wissen, dass ihr oft unter weit schwereren Bedingungen arbeiten müßt als wir in Portugal. Ihr seid Geburtshelfer der neuen Erde und ein Teil der wachsenden Weltgemeinschaft. Möget ihr Kraft finden in diesem Bild unserer planetarischen Familie.

Kraftsatz: Wir alle kommen aus dem Licht und sind aus Licht gemacht.

Mit herzlichen Grüßen aus Tamera!  

Sabine Lichtenfels