Sabine Lichtenfels - im Namen von Grace

Sabine Lichtenfels - Grace in Aktion

Die Politische Arbeit von Sabine Lichtenfels

// Im Namen von GRACE - Pilgerschaften in Europa, Indien, Kolumbien, Israel and Palästina

Die Friedensaktionen von Sabine Lichtenfels zeichnen sich immer dadurch aus, dass sie sich nicht nur gegen etwas richten - z.B. gegen die Mauer in Palästina oder gegen die Verfolgung der Bewohner des Friedensdorfes San José de Apartadó. Die Aktionen zeigen gleichzeitig eine Alternative auf, eine Lösung und einen Weg aus dem Konflikt. Und schließen immer die eigene Verantwortung und die Selbstveränderung mit ein. Der Global Grace Day und die Grace-Pilgerschaften kombiniert mit Hilfsaktionen in Krisengebieten sowie die Ausbildung von jungen Friedensarbeitern und der Aufbau von Friedensforschungsdörfern sind die wichtigsten öffentlichen Formen ihrer Friedensarbeit.

Friedensaktionen, Pilgerschaften und Straßenretreats, Hilfsaktionen in Krisengebiete, zu Naturvölkern wie den Todas in Indien oder Zukunftsprojekte wie Auroville, sind immer auch Bestandteil der Ausbildung von Friedensarbeitern.

Durch die Pilgerschaften in Israel, Palästina und Ägypten entstand ein Friedensnetzwerk von verschiedensten Menschen und Gruppen und der Plan zur Gründung eines Friedensforschungsdorfes im Nahen Osten. Viele Freunde und Kooperationspartner in der Region unterstützen mittlerweile diese Idee. Es entstand eine sehr entschlossene Gruppe von Israelis, Palästinensern und Internationalen, die sich für dieses Projekt verpflichtet haben. Derzeit nehmen sie an einer intensiven Gemeinschaftsausbildung in Tamera Teil.

Die Hauptträger der Idee der Friedensdörfer sind Sabine Lichtenfels, Dieter Duhm, Vera Kleinhammes und Benjamin von Mendelssohn. Sabine Lichtenfels: „Friedensdörfer aufbauen – das bedeutet zu lernen, was es für Menschen von allen kulturellen Hintergründen braucht, um in Frieden zu leben – mit allen anderen und mit der Natur. Wie wird die Energie erzeugt, wie werden die Lebensmittel hergestellt, in welchen Häusern werden sie wohnen? Wir sind in Kontakt technologischen, ökologischen und wissenschaftlichen Instituten im Land. Und wir machen sehr konkrete Forschungsarbeit in diesem Bereich. In Tamera entwickeln wir das „Solarvillage“ als ein übertragbares Modell. Unser Hauptfokus jedoch ist der Aspekt der Gemeinschaftsbildung: Wie verständigen sich Menschen, wie leben sie um Frieden zu erreichen?"

Die letzte große Friedensaktion von Sabine Lichtenfels war eine Grace-Pilgerschaft mit teilweise fast 400 Teilnehmern gemeinsam mit Bewohnern des Friedensdorfes San José de Apartadó in Kolumbien. Sie besuchten Militärstützpunkte und Orte im Regenwald, an denen Massaker an friedlichen Bauern stattgefunden haben. Auch hier blieb es nicht beim Protest: Die Unterstützung beim Aufbau eines stabilen Friedensdorfes, die Ausbildung von jungen Friedensarbeitern des Dorfes, der Austausch mit Menschen aus anderen Krisengebieten wie Palästina und die Verbindung zu dem alten, im Land verankerten indigenen Wissen war Bestandteil dieser mehrwöchigen Aktion.

San José de Apartadó ist eins von mehreren Friedensdörfern in Kolumbien, die mit gewaltfreien Mitteln Widerstand gegen die Vertreibung leisten. In den 12 Jahren seiner Existenz wurden 170 Einwohner von der Guerilla, dem Militär und Paramilitär ermordet.